Geschichte (1986 – 2006)

Historie, Teil 2

Unter Obmann Eichinger hält der Aufwärtstrend an

Obmann Franz Eichinger war von Anfang an bestrebt, die 8 Sektionen in allen Belangen zu fördern, was im Sportbetrieb zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung führte. In seiner Ära entstand die Stockschützenhalle, die nun einen Ganzjahresbetrieb ermöglicht. Die Mitgliederzahl der Sektion Stock konnte beinahe verdoppelt werden. Die 1999 eröffnete Halle wird .auch für die verschiedensten Veranstaltungen genutzt.

Das sportliche Highlight in der Ära Eichinger gelang der Sektion Fußball. Dank tüchtiger Funktionäre, eines exzellenten Trainers (Reinhard Tichy) und engagierten Spielern gelang es im Jahr 1999 erstmals in der Vereinsgeschichte, die Mannschaft in die OÖ-Liga zu führen.

Generalsanierung der Anlage – Obmann Eichinger setzt sich ein Denkmal

Übermittlungen zur Folge stand Obmann Eichinger eines Tages in der Mitte der ASKÖ Anlage, blickte in die Runde und erkannte, dass sich wie alle der Allgemeinheit dienenden Einrichtungen auch die ASKÖ Sportanlage mit der Zeit abgenützt hat. Sowohl die Spielflächen als auch die Baulichkeiten haben sehr gelitten. „Da muss ich als Baumeister etwas machen”, hat er sich gedacht.

Er hatte nun abzuwägen, ob eine Generalsanierung sinnvoll ist, da diese ohne wesentliche Veränderung der Substanz einen hohen Geldeinsatz erfordern würde. Allein schon berufsbedingt hat dies Obmann Eichinger klar erkannt und war daher um eine Planung für eine Neuerstellung bemüht. Seine Intentionen wurden von der Marktgemeinde Schwertberg unterstützt und er fand vor allem in Bürgermeister Kurt Gaßner einen großen Förderer. Durch diese Unterstützung seitens der Gemeinde und in Anbetracht von Zusagen verschiedener Subventionsgeber konnte ein Finanzierungsplan erstellt und letztendlich das gesamte Bauvorhaben auch ausfinanziert werden.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Jetzt, so meinten alle, werden wir uns über Jahre an einer schönen Sportanlage erfreuen können und es wird doch einige Zeit dauern, bis wieder größere Sanierungsarbeiten anfallen. Die ASKÖ Schwertberg wird ruhigen Zeiten entgegengehen.

Das Jahr 2002 sollte uns eines Besseren belehren.

Es begann damit, dass Obmann Eichinger und weitere Vorstandmitglieder überraschend zurück­traten. Zudem ließen die Leistungen der Fußball­kampfmannschaft zu wünschen übrig, was letztend­lich zum Abstieg aus der 00 Liga führte. Viele Spieler kehrten daraufhin Schwertberg den Rücken und der Verein stand quasi ohne Mannschaft da. Weiters eskalierten die Differenzen mit einem Nachbarn, was zur Folge hatte, dass der Bestand der Tennisanlage im jetzigen Umfang gefährdet war.

Franz Rosenthaler nimmt das Zepter in die Hand

Franz Rosenthaler, der als Sektionsleiter Faustball dem Verein bereits einige Jahre diente, fasste sich ein Herz und übernahm die ASKÖ Schwertberg als Obmann. Sein neues Vorstandsteam, das voller Optimismus ans Werk ging, löste zunächst das Problem Fußballmannschaft positiv. Die damals neu geformte junge Mannschaft spielte – vom ersten Lernjahr abgesehen – immer im Spitzenfeld der Landesliga Ost mit.

Es wurden auch erste konstruktive Gespräche mit dem Nachbarn geführt, die in weiterer Folge wesentlich zur Beilegung des Konfliktes rund um den Tennisplatz beitrugen.

Doch dann kam es faustdick – das Hochwasser 2002

Im August 2002 kam nach vielen heißen Tagen der Regen. Drei Tage regnete es ununterbrochen. Der Boden sowie die Aist konnten die Wassermassen nicht mehr tragen und so wurde in der Nacht vom 7. 8. auf 8. 8. 2002 Schwertberg und somit auch die neu errichtete ASKÖ Sportanlage überflutet. Als am 9. 8. 2002 das Wasser endlich zurückging, konnten sich die Funktionäre ein Bild der Zerstörung machen und mit den ersten Aufräumarbeiten be­ginnen. Doch diese Mühen waren umsonst. In der Nacht von 12. 8. auf 13. 8. 2002 kam das Wasser erneut. Wieder wurden die gleichen Teile Schwert­bergs überflutet. Nur stand diesmal das Wasser noch höher.

hochwasser-1.jpgEine Welle der Hilfsbereitschaft erreichte nun Schwert­berg. Hunderte Feuerwehrmänner, Truppen des Bundesheeres und freiwillige Helfer aus ganz Öster­reich waren im Einsatz. Das Entsetzen wich der Ar­beitswut. Auch bei der ASKÖ Schwertberg. Neben den vielen Mitgliedern, die ab der ersten Stunde im Einsatz waren, sollte an dieser Stelle ein Mann hervorgehoben werden, der kühlen Kopf bewahrte, viel organisierte und in weiterer Folge auch die finanzielle Abwicklung des Wiederaufbaus in stun­denlanger Arbeit erledigte – unser Kassier Erwin Mayr. Tatkräftige Unterstützung erhielt er dabei von unserer “Arbeitsbiene” Conny Fröschl.

hochwasser-2.jpgIm September 2003 konnte die vom Hochwasser völlig zerstörte Anlage offiziell wiedereröffnet werden. Höhepunkt des 3-tägigen Events war der Festgottes­dienst mit der Segnung der Anlage durch Pfarrer Johann Stöllnberger und dem anschließenden Früh­schoppen mit dem Musikverein Schwertberg. Obmann Rosenthaler konnte zahlreiche Ehrengäste und Gönner unseres Vereins begrüßen. Ohne fremde Hilfe wäre der Aufbau nicht möglich gewesen. Der Schaden betrug insgesamt rund 475.000 Euro; es wurden über 7.000 freiwillige Ar­beitsstunden geleistet.

Nach getaner Arbeit kann ich gehen,

dachte sich Obmann Franz Rosenthaler und trat aus privaten sowie beruflichen Gründen bei der Jahres­hauptversammlung 2004 nicht mehr zur Wiederwahl an. Es war eine kurze, aber umso schwierigere und arbeitsintensivere Amtszeit, die Franz Rosenthaler mit Bravour meisterte. Er steht auch heute noch dem Verein als aktiver Faustballspieler und tatkräftig bei diversen Arbeits­einsätzen zu Verfügung.

Gerhard Bartal wird neuer Obmann

Bei der Jahreshauptversammlung 2004 wurde Gerhard Bartal als neuer Obmann der ASKÖ Schwert­berg gewählt und 2006 bestätigt.